Wir stellen vor: Mario Schöller-> 2. Schwangerschaft
> Geburtsbericht
> Marios 1. Jahr
Kinder sind Augen, die sehen, wofür wir längst schon blind sind.
Kinder sind Ohren, die hören, wofür wir längst schon taub sind.
Kinder sind Seelen, die spüren, wofür wir längst schon stumpf sind.
Kinder sind Spiegel, die zeigen, was wir gerne verbergen.
Vor allem auch, weil mein Verkühlung nicht besser wird und zum Husten nun auch noch ein Schnupfen gekommen ist :(
Dafür ist Felix ein Superkind derzeit. Er beschäftigt sich viel alleine, teilt seinen geliebten Busen gerne mit dem Baby und entdeckt auch schön langsam seinen Bruder. Es ist zwar nach wie vor das "Baby" (und nicht Mario oder Bruder), aber immer öfter will er ihn knuddeln und Bussi geben :)
Zum Beispiel der Nabel - ich sags ehrlich, mir graust vor diesem halb vor sich dahin wesenden Ding :( Gottseidank fiel er am zweiten Tag zuhause ab und trocknet nun endlich ein, aber das Wickeln war immer eine Challenge, ohne ja nicht daran anzukommen oder Mario zu "verletzen" (laut Kinderarzt im Krankenhaus tut es ihnen eh nicht weh, aber trotzdem ...)
Stillstuhl soll ja weniger stinken als der richtige und das stimmt sicher - aber trotzdem geht da einiges in die Hose :) Stört mich an sich nicht - nur ist das Wickeln eines Babys, das DAUERND seine Beine anzieht und ein richtiges Verschließen der Windel seitlich fast unmöglich macht eine nicht immer leichter Aufgabe. So hatten wir schon ein-, zweimal das Malheur einer auslaufenden Windel ...
Der Wäscheberg wird übrigens wirklich viel größer als mit nur einem Kleinkind. Spuckwindeln (und wir haben wieder ein Speihkind :)), angespuckte oder angelullte Bodys und auch Erwachsenen-T-Shirts ... Und: wir haben zuwenig Gewand in Größe 50/56, obwohl ich die Sachen schon frühzeitig gewaschen und durchgeschaut hatte. Irgendwie fühlt man sich nicht richtig vorbereitet, obwohl die letzten Wochen der Schwangerschaft doch nur um dieses Thema gehen ...
Und wieder ist man "überrascht" und hilflos bei den ersten Bläh-Nächten und Weinphasen, die uns leider derzeit quälen. Gestrige Nacht: bis 12 Uhr mitternachts super Tag mit seinem normalen 3-Stunden Schlafrhythmus, und dann war Mario bis fünf Uhr quasi munter (und ich mit ihm) mit trinken, gacken, trinken, weinen, rülpsen, trinken, schauen ...
Winter- und SommerkindWir haben ja mit Felix (Juni) und Mario (Dezember) zwei unterschiedliche Jahreszeiten-Kinder. Und bereits jetzt - wo es noch gar nicht um Geburtstagspartys und Schuleintritt etc. geht - zeigen sich da einige Unterschiede.
Felix schwitzt leicht, er hat am besten nicht zuviel an und er hatte nie Hautprobleme (bis auf das eine Mal Ausschlag - von dem wir bis heute nicht genau wissen, woher. Kiwis waren es anscheinend doch nicht wie angenommen, denn jetzt verträgt er Kiwis einwandfrei).
Mario ist vor allem beim Windelwechsel oder Umziehen immer kalt, er pieselt und schreit und hasst es einfach. Seine Haut ist - sicher durch die trockene Heizungsluft - trocken und schuppig, also muss ich cremen und werde auch Olivenöl besorgen.
Weitere Unterschiede zwischen unseren Söhnen:
- Felix schlief nie alleine in Gehschule oder Bett ein, tut er ja heute noch nicht. Mario liegt oft in der Gehschule und schläft alleine ein (natürlich nicht ohne vorher zu stillen).
- Untertags schläft Mario zwar nicht mehr soviel wie in den ersten Tagen, aber immer noch mehr als Felix.
- Mario trinkt ruhiger, gleichmässiger - dadurch muss er weniger rülpsen (aber er ist genauso ein Speihkind wie Felix, sprich die Waschmaschine wäscht und wäscht und wäscht).
- Und er ist geduldiger als Felix, es dauert seine Weile bis er wirklich losschreit, weil man ihn zu lange aufs Stillen oder Hochnehmen warten lässt.
Dafür gibts auch Gemeinsamkeiten:
- Entgegen der ersten Annahme (und auch Hoffnung) wird auch Mario anscheinend kein begeisterter Autofahrer, zumindest als Baby nicht. Es gab schon zwei, drei Ausfahrten mit schreiendem Baby - zwar nicht durchgängig wie Felix damals, aber doch immer wieder ...
- In den ersten Tagen hatten wir ja richtiggehend einen Rhythmus (etwas, das ich von Felix nie kannte): alle drei, vier Stunden stillen, dann vielleicht bissi schauen, wieder schlafen. Seit zwei Tagen jedoch totale Unruhe - Mario stillt öfter, schläft weniger, gottseidank nachts nicht, da stillt er solange, bis er schläft. Also entweder die ersten Blähungen (denn er schreit auch immer wieder), oder dieser blöde Schnupfen (Winterkind) oder er kann doch nicht mehr so gut bei Lärm schlafen und lernt bereits den Tag-Nacht-Rhythmus (nachts ist es ruhig und dunkel, da schläft man).
Aber egal wie die beiden sind, gleich oder unterschiedlich - ich finds wunderschön mit zwei Kindern und liebe diese zwei Rabauken wahnsinnig!
Felix und MarioFelix als umsorgenden, tiefliebenden großen Bruder zu bezeichnen, ist (noch) etwas verfrüht - aber zumindest negiert er das "Baby" (nein, es ist nicht Mario oder Bruder, sondern das Baby) nicht mehr. Er geht sogar öfters zu Mario hin, sagt das Baby weint oder das Baby schläft oder das Baby trinkt, er gibt auch Bussis und streichelt ihn (man muss halt immer aufpassen, dass das Streicheln nicht eher ein härteres Drücken ist ...)
Wenn Mario stillt, will Felix auch unbedingt einen Busen haben (ein Busen frei) und das geht für mich auch in Ordnung, denn so fühlt er sich nicht zurückgesetzt - noch dazu hat er nie den Versuch gemacht, zu trinken, es geht ihm nur ums Anfassen und auch haben wollen.
Ich bin also sehr zuversichtlich, dass er hier kaum Eifersucht gibt - wobei es jetzt natürlich noch leicht ist, weil Mario Felix (noch) nichts wegnehmen kann und auch so seine Reaktionen und Emotionen noch sehr "eingeschränkt" sind. Sprich, für Felix hat sich ja noch nicht viel verändert ...
Statusbericht Jänner 2008
Felix ist nun zweieinhalb und verblüfft jeden Tag mit neuen Worten und Sätzen - dafür vergisst er wieder andere Worte, die er bereits toll ausgesprochen hat (Beispiel: noch einmal war früher amal, jetzt ist es nuh ...) Genauso gehts ihm mit dem Zählen: er zählt zwar toll bis 15, aber manche Zahlen werden vertauscht oder vergessen. Anscheinend nicht genug Speicher für alle Neuerungen im Gehirn :)
Von Eifersucht gegenüber seinem Bruder - würde ich mal sagen - keine Spur. Er liebt ihn heiß, sagt oft "Mario ganz lieb", drückt ihn, küsst ihn, oft muss man ihn sogar zügeln, damit er nicht zu heftig auf Mario hinfährt. Interessant wird es wahrscheinlich erst, wenn Mario sich fortbewegen kann und damit auch an Felix Spielsachen rankommt ...
Gleichzeitig ist Felix aber an manchen Tagen zu übermütig, zu laut und durch nichts zu bändigen - er lacht, wenn man Nein sagt oder mit ihm schimpft, wickeln ist nach wie vor anstrengend, will man weggehen oder fragt ihn etwas kommt IMMER mal ein Nein, ein richtiger Dickkopf, der aber manchmal eindeutig selbst nicht weiß, was er will und wie er mit seinen Emotionen umgehen soll. Vielleicht doch auch eine Folge der neuen Situation zuhause?
Nachts äussert sich dieser Schub durch Albträume und zweimal hatten wir bereits Besuch vom gefürchteten Nachschreck - Felix wurde "munter" bzw. meldete sich im Babyphone mit Mama, Mama, ich sofort hinauf, aber es schien als wäre er nicht ganz munter oder als würde er mich nicht erkennen. Egal was ich sagte oder tat, er stieß mich weg, sagte nur Nein, Nein, nicht mal halten oder sein geliebter Busen halfen. Erst nach einiger Zeit beruhigte er sich und schien zu realisieren, wo und wer er war und dass ich eh neben ihm saß.
Daten vom Kinderarzt: 89 cm groß und 13,4 Kilo schwer - angesichts seiner Essgewohnheiten (bevorzugt Zuckerljoghurt = Smartiesjoghurt, leere Weckerl, Obst und natürlich seine heißgeliebte Schokolade) überraschend im Rahmen und auch der Kinderarzt meinte, man könne ihn nicht zum Essen zwingen und es sei alles in Ordnung.
Statusbericht Jänner Teil llUnd dann gibts aber Tage, an denen schläft er gar nix bis wenig - meist die Tage, an denen ich mich darauf verlasse, dass er schläft und etwas machen möchte (so z. B. am 24. Dezember Baum aufputzen oder mal staubsaugen oder so). Das hat er mit seinem Bruder gemein: "riechen", wenn was in der Luft liegt :)) Naja, es ist ja typisch für das Leben mit Baby/Kind, dass man nichts mehr planen kann und sie die Unruhe einfach spüren, wenn man selbst nervös und genervt ist, weil man wieder mal seine Pläne nicht umsetzen kann ...
Die Nächte sind unterschiedlich - mal recht gut (was bedeutet, zwischen acht Uhr abends und 9 Uhr morgens 3-4x stillen und einmal aufstehen um zu wickeln) und dann wieder ganz furchtbar, soll heißen ein, zwei Stunden wach mit stillen, Blähungen, quengeln, weinen, wieder stillen, rumtragen, wieder quengeln ...
Jetzt beginnt auch die typische Baby-Unruhe am Abend - nachdem Mario abends im Gitterbett im Wohnzimmer schon so unruhig schlief, dachten wir, er bräuchte abends schon mehr Ruhe und wollte ihn daher auf das Abendritual gemeinsam mit seinem Bruder umstellen (natürlich nicht ganz uneigennützig, denn das hieße, beide Kinder im Bett und die Abende für uns :))
Tja, zwei Tage funkte das recht gut, seit zwei Tagen ist es nervenaufreibend, weil Mario sehr lange braucht, bis er wirklich schläft, weil Felix auch lange braucht und ich zwischen beiden hin und her pendle und genervt bin :(
Plan wäre folgender: ich gehe mit Mario hinauf, wasche ihn, Pyjama anziehen, bissi singen und beruhigen, ins Schlafzimmer zum Stillen, währenddessen macht Jürgen Felix bettfertig mit Zähneputzen und Pyjama anziehen, dann bringt er ihn mir ins Bett, wir lesen Buch (während Mario noch an mir rumnuckelt) und dann sollte Felix schlafen (bei uns im Bett) und ich lege Mario (schlafend) ins Gitterbett daneben.
Mario quälen aber oft die Blähungen oder möchte er einfach nicht schlafen bzw. nicht die Körpernähe missen und oft brauchen wir drei Stunden mit mehrmals hinaufgehen, stillen, rumtragen, beruhigen, wieder ins Bett legen ... bis er wirklich schläft. Sprich, Abend haben wir/habe ich wieder keinen :(
Und wenn dann noch die Nacht um halb fünf endet, weil Mario eben wieder nicht schlafen kann/will, um halb sechs dann Felix munter wird und Jürgen auch noch schnarcht, dann ist der Tag darauf auch nicht besonders, weil ich vor lauter Müdigkeit genervt und aggressiv bin :( Mir macht der Schlafmangel wieder ganz schön zu schaffen - wobei mich eben weniger das Stillen nachts stört (das geht schnell und meist weiß ich morgens nicht mehr wann und wie oft wir gestillt haben) als frühes aufstehen oder eben stundenlang nachts wach sein.
Ich schlafe zwar dann oft vormittags mit Mario mit, aber richtig nachholen kann man die Nacht nicht, weil einfach der gewohnte Tag-Nacht-Rhythmus durcheinander ist.
Klaro, dass Mario Tag und Nacht noch nicht unterscheiden kann und am liebsten nur auf mir liegen würde (wobei das in den ersten drei Wochen auch nicht so wichtig war und er viel in seinem Bett schlief) - und ich muss mir auch immer wieder vorsagen, dass er es nicht absichtlich macht, dass es besser wird, dass die erste Zeit nun mal die anstrengendste ist - aber es schlaucht einfach.
Stillen ist zwar für Mario wichtig als Nahrungsquelle, aber ich habe das Gefühl er ist/wird nicht so ein Busenjunkie wie Felix. Er nuckelt nicht stundenlang, schaut auch oft nur und ist zufrieden, wenn er am Busen liegen kann.
Dafür ist er wie Felix ein Speihkind - spucken, spucken, spucken und damit waschen, waschen, waschen. Aber nachdem er ein richtiges Dickerl ist, dürfte genug drinnen bleiben.
Apropos Dickerl - Daten vom Kinderarzt: 6,2 kg !!!!!!!!! d.h. in fünf Wochen 2 Kilo zugenommen, 59 cm (56 cm bei der Geburt) und 39 cm Kopfumfang (36 cm bei der Geburt) - sprich, wir bekommen wirklich einen richtigen Seebären, einen Mario = Seemann eben :)))
Ich habe es mir ehrlich gesagt etwas leichter vorgestellt - nicht unbedingt von vornherein und es war klar, dass ein zweites Kind nicht einfach nur "mitläuft", wie es oft heißt.
Aber als Mario in den ersten zwei Wochen viel schlief und quasi einen drei Stunden-Rhythmus hatte (schlafen, stillen, sonst nicht viel :)) hatte ich die etwas naive Vorstellung, das bliebe so und ich hätte auch mal ein Vielschläferkind ...
Vielleicht war es in diesen ersten zwei Wochen einfach leichter, weil Jürgen zuhause und ich entspannter. Vielleicht sind es aber einfach die normalen Entwickungen eines Babys samt Blähungen, Schreistunde, mehr munter sein, Wachstum ... die jetzt alles anders machen.
Man glaubt gar nicht, wieviel man vom ersten Kind vergisst (sicher eine Vorsichtsmaßnahme der Natur :)) - die Blähungen, die Unruhe abends, die Müdigkeit haben mich wieder und machen des derzeit sicher nicht einfacher als bei Felix. Auch wenn ich jetzt wissen sollte, dass das ganz normal ist und es ja wöchentlich besser wird.
Und so bleibt wieder mal nichts anderes übrig, als sich von Monat zu Monat zu hanteln ... Erste Ziele: 3 Monate - 6 Monate - 1 Jahr.
Und auch wenn man sich beim zweiten Kind vornimmt, NICHTS zu planen, alles auf sich zukommen zu lassen, es abhängig vom Charakter des Kindes zu machen etc. - man hat gewisse Vorstellungen - die man dann alle wieder in den Wind schreiben kann :)
So hatten wir ja die Vorstellung, dass Felix bei uns im Familienbett bleibt (wir wollten ihn nicht ausquartieren und genießen es auch, dass er bei uns schläft) und Mario neben dem Ehebett im Gitterbett schläft.
Tja, nennen wir es meine Bequemlichkeit und auch Marios Willen - wir haben uns ein Bettschutzgitter zugelegt, damit Mario auf der einen Seite und Felix auf der anderen Seite bei mir liegen kann :)) Platzmangel herrscht keiner, zumindest noch nicht, mal sehen, wie es wird, wenn Mario so weiter wächst ...
Und auch beim Kinderwagen haben wir es uns anderes gedacht - Felix im bestehenden Wagerl, Mario im Tragetuch. Oder später mal Mario im Wagerl und Felix am Buggyboard.
Nachdem ich aber viel mit dem Auto unterwegs bin und wenn mit Wagerl, dann eher längere Strecken, sind diese Pläne nicht umsetzbar: denn Mario stundenlang im Tragetuch schaffe ich nicht und Felix am Buggyboard geht nervlich sicher auch nicht lange, weil ich nicht mal weiß, ob er es annimmt bzw. wie ich ihn in gewissen Situationen dann bändigen soll.
Sprich, ein Geschwisterwagen musste her, damit Felix auch mal fahren kann (und ich ihn festzurren!) und Mario schlafen. Und bevor wir unseren bestehenden Quinny mit Tragetasche und Buggyboard ausstatten (zusammen auch 200,- Euro) ist ein Geschwisterwagen sogar finanziell die bessere Entscheidung ...
Beim Gewand habe ich mich auch etwas vertan. Obwohl ich schon rechtzeitig alles gewaschen und vorbereitet habe, habe ich übersehen, dass wir einfach zuwenig Bodys, Pyjamas etc. in kleinen Größen haben. Also schnell noch einkaufen, denn bei unserem Verbrauch durch schwallende Milchflüsse brauchten wir eindeutig mehr ...
Apropos Gewand: angesichts unseres Dickerls habe ich bereits die ersten Kleidungsstücke in 50/56 weggeräumt und 62 herausgeräumt ...
Gedanken, die mich derzeit auch beschäftigen: schafft man/frau es, wirklich alles - Emotionen, Güter, Regeln etc. - gleichwertig und quantitativ gleich auf beide Kinder aufzuteilen? Sprich, bekommt der Zweitgeborene wirklich genauso viel Zeit, Aufmerksamkeit und Dies und Das wie der erste?
Auslöser der Gedanken war eben die Schlafsituation - Felix schlief fast nur auf mir bzw. gab ich ihm Tag und Nacht seine gewünschte Körpernähe, im TT und im Bett. Mario wird doch oft "weggelegt", ins Gitterbett oder auf die Bank und muss warten und auch mal kurz schreien. Es kann natürlich reine Reaktion auf seinen geänderten Charakter sein - vielleicht braucht er nicht soviel Körpernähe. Vielleicht ist es aber auch die "Abgebrühtheit" als Zweitmama, man ist nicht mehr so unruhig, wenn der Kleine mal quengelt. Aber eigentlich ist es den Zweitgeborenen gegenüber nicht fair ...
Ich versuche es halt wieder so zu halten wie schon bei Felix: was tut uns beiden gut, denn Mama hin oder her - ICH darf auch nicht ganz draufgehen.
Und noch etwas macht mir etwas zu schaffen: Marios Gewicht. Ich war schon etwas entsetzt, als es beim Kinderarzt 6,20 Kilo hieß (vielleicht, weil ich ja selbst auch immer mit dem Gewicht kämpfe). Ich weiß zwar, dass gestillte Babys nicht überfüttert werden können und der Kinderarzt sagte auch nix, obwohl die Kurve steil nach oben ging (und sooo dick sieht Mario auch nicht aus, er hat halt den typischen Babyspeck an Wangen, Bauch und Oberschenkeln).
Dennoch mache ich mir Gedanken, ob Mario nicht vielleicht eine Schilddrüsenunterfunktion hat - quasi als Antwort auf meine Überfunktion - und deswegen so zunimmt oder vielleicht Diabetes als Antwort auf meinen immensen Schokonsum in der Schwangerschaft.
Ich warte jetzt mal die nächste Mutter-Kind-Pass-Untersuchung ab, vielleicht relativiert sich das Gewicht ja - und so hat auch das Speibeln wieder einen Sinn, denn ZUVIEL bekommt er sicher nicht, da er ja den Großteil wieder rausbefördert :)
Meine Schilddrüse dürfte übrigens (noch) ruhig sein, zumindest habe ich keine Symptome (ausser das Gereiztsein, aber das kann ja eben von der Müdigkeit auch kommen). Dennoch achte ich natürlich genau auf jedes mögliche Symptom, eben auch im Hinblick auf Mario - obwohl ja meine Werte auch während der SS immer gut waren ... Wahrscheinlich habe ich das jetzt mein Leben lang, dass ich auf bestimmte körperliche Signale genau achte, ob sie nicht doch von der Schilddrüse kommen könnten :(
Es wird, es wird
Mario ist heute acht Wochen alt, so schnell vergeht die Zeit. Und auch wenn es noch immer furchtbare Tage gibt, an denen ich ausflippe und vor Verzweiflung weine, so habe ich den Eindruck, dass die "Anpassung" aneinander besser und schneller läuft als bei Felix damals. Da war ich ja die ersten sechs Monate sehr verzweifelt ...
Was mich am meisten schafft ist nach wie vor die Tatsache, dass Mario untertags kaum schläft (heute gerade mal 10 Minuten - 5 Minuten am Heimweg vom Hofer im Kinderwagen und 5 Minuten auf mir am Nachmittag). Er weint dann auch viel, weil er eben schon total müde ist, dauernuckeln und nur auf mir liegen möchte - nur schaffe ich das nicht immer, weil ich doch auch Felix versorgen muss/möchte und auch für mich etwas tun möchte (und sei es nur zu duschen, zu kochen oder mal zusammenzuräumen).
Das hat Mario eindeutig mit Felix gemeinsam - wobei Felix wenigstens auf mir oder im Tragetuch schlief und dann nach einiger (wenn auch längerer) Zeit wegzulegen war. Das geht mit Mario nicht, weglegen heißt er ist bald/gleich wieder munter. Und auch im Kinderwagen und im Auto schläft er kaum mehr bzw. nur kurz, kaum bleiben wir stehen oder sind zuhause ist er munter ...
Die Nächte sind dagegen okay (zwischen 20 und 8 Uhr morgens dreimal stillen) und so bin ich weniger müde als untertags manchmal nur verzweifelt, weil ich alles nur einhändig (mit Mario auf mir) oder mit quengelndem/schreiendem Kind in der Gehschule machen kann. Schnell, schnell alles erledigen ohne Ruhe, schnell bevor Mario wieder anfängt zu schreien ...
Aber vielleicht habe ich dadurch, dass Felix nun so unkompliziert ist (bzw. ich besser damit umgehen kann), einfach vergessen, dass das einfach so ist mit Babys.
Aber trotz allem: ich finds so schön, zwei Jungs zu haben und wie Felix mit Mario umgeht und das stillen ist auch wieder so schön. Und wenn Mario wie jetzt auf dem Bauch seines Papas schläft (der übrigens auch neben mir auf der Bank schläft :)), dann geht einem schon das Herz auf. Und noch mehr schäme ich mich für meine Aussetzer, die Mario erschrecken und Felix traurig machen :( Und immer schwebt über mir die Angst, dass die Schilddrüse wieder da ist :( Körperliche Symptome (schwitzen, Gelenkschmerzen, Abnehmen etc.) habe ich nicht, aber diese Aggressionen mit folgendem Weinen ... Oder einfach "nur" die anstrengende Zeit??
Der ganz normale WahnsinnMario ist doch schon munter und will weiter nuckeln bzw. fordert eine frische Hose ein (ihn stört das ja viel mehr als es Felix je gestört hat - der rennt jetzt noch gerne mit der vollen Gacki-Hose rum ...) Also Felix noch vertröstet (der will schon runter und seinen Toast essen) und den kleinen Mann gewaschen, geknutscht, gewickelt, angezogen.
Beim Stillen ist Felix schon sehr ungehalten, er will auch "waschen, anziehen, Toast machen und kleine Einsteigen (Disneys kleine Einsteins) anschauen".
Ich atme kurz durch, lege den abgefüllten Mario in die Wippe, der dann fröhlich vor sich herspuckt und damit das neue Gewand gleich mal einweiht und nass macht.
Felix wird währenddessen gewaschen, Zähne geputzt (natürlich mit dem alltäglichen Geschrei und Festhalten), angezogen. Mario wird schon unruhig, quengelt, Felix versteht nicht, dass ich mich auch noch waschen und anziehen möchte.
Also die Wippe mit ins Bad genommen, Felix soll einstweilen schon runter gehen - macht er aber nicht, stattdessen spielt er noch etwas oben und fragt mich zwischendurch immer wieder, wann wir endlich runter gehen. Marios Quengeln geht langsam in ein Schreien über, es drückt was oder er will nochmals trinken oder ist schon wieder müde oder ihm ist einfach fad.
Felix räumt einstweilen die Badezimmerkasteln aus, drückt immer wieder seinen Bruder (nicht immer ganz sanft) und nervt weiterhin mit ungeduldigen Fragen und "Nein"-Antworten.
Und dann stehe ich unter der Dusche, atme nochmals kurz durch und frage mich "Warum ich??????"
Situation Nr. 2: Semsterferien, 3 Uhr nachmittags, an sich kein Verkehr - wären da nicht hie und da Idioten, die nicht fahren können und sich in die Leitplanken einbauen. Und damit einen Super-Stau auf der Tangente verursachen, natürlich gerade wenn ich am Heimweg mit zwei eh schon ungemütlichen, müden Jungs bin :(
Von der Praterbrücke bis Abfahrt St. Marx ging es ja noch, Felix ließ sich mit Farbspielen (welche Farbe hat der LKW) und Schildern ablenken, Mario schnaufte etwas und war dann zwischendurch wieder ruhig.
Als dann aber schon lang genug nichts weiter ging, war auf der Rückbank kein Halten mehr - beide Burschen beschlossen, loszuplärren, weil es fad ist, weil man nach Hause will, weil man halb verhungert und verdurstet da im Auto sitzen muss.
Und Mama ist fast am Durchdrehen ...
Abends dann wieder die Nerven-Zerreißprobe: Felix tobt beim Zähneputzen, braucht lange um endlich einzuschlafen und sieht einfach nicht ein, dass ich wenigstens eine Hand brauche, um Mario abzustützen und mit Brustwarze zu versorgen.
Mario schläft schon den dritten Abend in Folge nicht ein nach dem Abendritual, sondern geht wieder mit mir runter, wehrt sich dort weiter hartnäckig gegend en Schlaf und geht erst um elf, halb zwölf mit uns schlafen ... (wobei er untertags nun doch manchmal auf der Bank oder im MaxiCosi oder auf mir etwas schläft, an manchen Tagen dann jedoch wieder fast nichts).
Und dann lacht einen Mario lautstark an, grinst wenn er seinen geliebten Busen sieht, ist total zufrieden beim Stillen. Oder Felix kommt, umarmt mich, gibt Bussi und sagt "Mama, ganz lieb". Oder die zwei schlafen friedlich bei uns im Bett und man hört das sanfte Geräusch kindlichen Atmens. Und Mama hat wieder einen Tag geschafft und Kraft für den nächsten.
PS: Apropos Familienbett und schlafen: seit gestern schläft Felix in seinem eigenen (Gitter)Bett. Wir haben dieses umgebaut - auf der einen Seite nach wie vor das Gitter, auf der anderen ganz offen, gleiche Höhe mit unserem Bett, ganz herangeschoben und damit das Familienbett erweitert. Felix schläft in seinem Bett, ich daneben, Mario zwischen Jürgen und mir (zumindest bis er selbst auch mobil ist, dann sehen wir weiter).
Unsere "Brav-Gesellschaft"Okay, ich nehme mich da gar nicht aus - vielleicht ist das ein über Jahrhunderte hinweg eingerichtetes Sicherheitskriterium für Eltern, dass Kinder auch einen Rhythmus haben bzw. "aufgedrängt" bekommen, um sich unserer total der Uhr unterworfenen Gesellschaft anzupassen.
Ich hätte das auch gerne - zumindest manchmal. Eine fixe Zeit am Tag für mich, zu der beide Kinder vielleicht schlafen. Die Sicherheit, dass beide um eine gewisse Uhrzeit abends schlafen gehen. Endlich den Erfolg, dass Felix zu Mittag mal mehr isst als seine typischen zwei Bissen ...
Aber bei uns ist es nun mal nicht so. Felix schläft ja schon lange untertags nicht, Mario wird anscheinend genauso - er schläft ja jetzt schon untertags wenig und unregelmäßig, nicht "absehbar" was Dauer und Uhrzeit angeht. Essen? Für Felix noch immer oft ein Fremdwort, für Mario der heißgeliebte Busen, aber auch nicht zu kontrollierten Zeiten, sondern irgendwann, unterschiedlich lange. Und Ruhe? Was ist das?
Die "braven", ruhigen, vielschlafenden Rhythmus-Kinder haben immer die anderen. Hadere ich manchmal mit meinem "Schicksal"? Zugegeben ja. Würde ich aber deswegen meine Kinder als schlimm bezeichnen? Niemals.
Sie sind aufgeweckt, sie sind vielleicht manchmal auch unruhig, können nicht ruhig sitzen (auch nicht beim Essen), schlafen wenig um ja nichts zu verpassen. Aber ich habe die Hoffnung, dass sie sich ihren eigenen Kopf, ihr Selbstbewusstsein und ihre Eigenart immer beibehalten - denn das macht sie schließlich aus ...
Nach über 3 Jahren (nach September 2004) voller Schwangerschaften, langen Stillzeiten und Schilddrüsenproblemen habe ich heute - völlig ohne Vorahnung - meine Periode bekommen!
Ich weiß, für die hier lesenden Männer völlig unwichtig und für viele Frauen unverständlich, denn welche Frau freut sich schon über Tante Laufaus? Aaaaber für mich hat dies eine wichtige Bedeutung:
1) Es zeigt mir, dass sich mein Körper wieder normalisiert, die Hormone passen und vor allem, dass die Schilddrüse ruhig sein dürfte. Trotz aller Anspannung und so manchen Ängsten dürften meine Schilddrüsenprobleme also vorerst beseitigt sein (körperliche Anzeichen habe ich nach wie vor nicht, ausser vielleicht hie und da Schwitzanfälle, aber das kann ganz normal von den Hormonen kommen - und die "seelischen Aussetzer" sind ja auch normal für die Anstrengung, die unruhigen Nächte und die ständige Müdigkeit ...)
2) Anscheinend trügt mich mein Gefühl nicht und Mario trinkt weniger als Felix damals. Ich schaue zwar kaum auf die Uhr, wann, wieviel und wie oft er trinkt, aber es kommt mir eben weniger vor als mein Busenjunkie Felix. Vor allem weil Mario wirklich nur trinkt, wenn er hungrig ist oder schon so müde, dass er nicht mehr alleine einschlafen kann (Felix dagegen brauchte ja den Busen auch zur Beruhigung, rein für die Nähe und Trost, während bei Mario hier oft Tragen und mit ihm Reden ausreicht).
Mein Felix wird großAaaaber - und jetzt wirds kompliziert: noch während wir dort waren ging es mir plötzlich nicht so gut, mir sind Dinge aufgefallen, die mir nicht so passen und ich weiß echt nicht mehr, ob diese Bedenken berechtigt sind oder ob ich mir jetzt nur 100.000 Sachen suche, die das ganze "schlecht" machen, weil ich an sich ein Problem damit habe, meinen Großen abzugeben Also
1) finde ich den Tagesablauf irgendwie komisch in diesem Kindergarten. Um 9 Uhr Gabelfrühstück, um 11.15 Uhr Mittagessen und dann bis 14 Uhr Mittagsruhe (wobei die Kinder zumindest ruhen müssen, nicht schlafen, aber auch nicht spielen). Felix hat halt einen total anderen Rhythmus - natürlich wird er sich anpassen bzw. wenn die anderen Kinder essen/schlafen, macht er es auch vielleicht, aber irgendwie finde ich es so blöd, wenn unterschiedliche Kinder in ein Schema gepresst werden
Ich weiß, muss ja sein, kann nicht jeder so wie er will, aber trotzdem. Felix frühstückt morgens seinen Buttertoast (oder manchmal auch zwei) und hat dann um 10 Uhr wieder Hunger auf Obst, Joghurt oder so - und Mittag ist bei uns erst um eins ... Mal sehen, ob da eine Umstellung gelingt. Und mit dem Schlafen bin ich sowieso unschlüssig - die ersten drei Monate ist jetzt mal ausgemacht, dass ich ihn nach dem Mittagessen abhole (also schon spätestens um 3/4 12), und dann schauen wir mal, ob er schlafen will oder muss.
2) Es ist schon ein Unterschied zwischen den vielen Kindern, die wir jetzt kennen im Bekannten- und Freundeskreis und den Kiga-Kindern. Die einen kennt Felix schon so gut, da ist der Umgang anders, herzlich, auch wenn sie streiten und hauen. Am ersten Kiga-Tag kam mir Felix manchmal verloren vor, nicht ängstlich, aber ausser mit den Tanten hat er nicht viel mit den Kindern angefangen. Und er war so ruhig, das ist er normal auch nicht, wenn es ihm gut geht. Klaro, das ist eine eingespielte Gruppe, er ist neu, alles ist neu für ihn ...
3) Ich dachte halt, das wird etwas "zelebriert", wenn da ein neues Kind kommt, ist ja doch ein wichtiger Tag für Kind und für Mama. Aber weder wurde Felix vorgestellt, noch die anderen Kinder, irgendwie wars halt nicht so wie ich es mir vorgestellt hatte ...
Irgendwie fühle ich mich heute - hm, überfordert? Leer? Ich kann es echt nicht beschreiben. Vielleicht eh normal für den ersten Kiga-Tag ... Abends habe ich dann sogar geweint, anscheinend war es für MICH zuviel, für Felix gar nicht so. Abends im Bett habe ich mir dann gedacht: okay, es ist doch nur für 3, 3 1/2 Stunden (von halb 9 bis halb, 3/4 12) und das schafft Felix sicher, das taugt ihm und dann habe ich ihn eh wieder und nachmittags machen wir etwas zu dritt. Und Mario hat ja genauso viel Anrecht auf Zeit alleine mit mir wie Felix damals. Das hat mich echt getröstet.
Der zweite Tag im KindergartenIch bin sooooo stolz auf meinen Großen. Und wieder zeigt er mir, dass er spürt, wenn ich mit so etwas Probleme habe und er macht es dann einfach ganz super und nimmt mir jede Angst. Ich bin echt so froh. Ich weiß natürlich, dass es morgen wieder ganz anders sein kann bzw. es wird auch Tage mit Tränen geben, aber eben, mich tröstet schon, dass es nur halbtags ist und wir noch genug Zeit miteinander haben, bevor ich arbeiten gehe (und selbst da gehe ich ja nicht gleich wieder 40 Stunden).
Am nächsten Tag dann sollte ich eben wieder versuchen, ihn reinzubringen und dann wieder draußen sitzen bleiben. Wenn das wieder so gut funktioniert, soll ich dann Donnerstag mal weggehen (gottseidank sind ja Hofer und Kika gleich ums Eck. Ui, das werden teure Kiga-Eingewöhnungszeiten :))
Und witzigerweise sah ich dann gleich alles anders, die Tanten sind lieb, die Kinder auch und das mit dem Essen wird auch, sie können ihn ja sowieso nicht zwingen, was zu essen. Und schlafen ist jetzt eh mal nicht angedacht - die ersten drei Monate sind nur bis nach dem Mittagessen und ich überlege ob ich überhaupt vor dem Kiga noch etwas daran ändern soll, denn das wäre dann nur im Juni bis 14 Uhr (nach dem Schlafen), Juli und August ist Sommerbetreuung, die ich mir überhaupt noch überlege und ab September geht Felix ja in den Kiga in die große Gruppe, da ist es wieder anders ...
Die erste Kiga-WocheMir geht es bis auf die Verkühlung auch viel besser, es hilft mir eben, dass es so toll läuft (auch wenn es sicher mal Tränen geben wird) und dass die Zeit eh so schnell vergeht. Wenn er dann ganz dort ist - also so von halb, dreiviertel 9 bis spätestens 12, bleibt eh nicht viel zeit mit Hin- und Herfahren, vielleicht einkaufen gehen, zuhause kochen, bissi was tun oder mit Mario was "unternehmen" und dann ist die Zeit eh schon wieder vorbei ...
4. und 5. Tag: Felix frühstückt bereits im Kindergarten und ist insgesamt zweieinhalb Stunden alleine dort - von halb neun bis elf Uhr. Ich gehe währenddessen einkaufen oder schnell nach Hause (das ist der Vorteil, wenn der Kindergarten ganz nahe ist). Einmal hat sich Felix weh getan und dann nach Mama gefragt, aber er wurde schnell getröstet und es war vorbei.
Und: wir/er wurde(n) toll gelobt: Felix sei erstens wahnsinnig tüchtig mit Rekord-Eingewöhnungszeit und er sei sehr klug, weil er Farben, Formen und Zahlen schon so toll kann. Man merke, dass er lange bei der Mama zuhause war und dementsprechend selbstbewusst. Das zeige wieder, wie wichtig es sei, dass gerade in den ersten zwei Jahren die Kinder bei der Mama seien ...
News von Mario: untertags ist er derzeit etwas unrund, anscheinend steht der erste Schub an, er möchte schon Greifen und sieht und hört schon viel mehr. Er tut sich auch wieder etwas schwerer mit dem Einschlafen untertags, aber er überrascht mich immer wieder mit Dingen, die bei Felix nie möglich waren. Zum Beispiel dass er neben mir auf der Bank von sich aus ohne Stillen einfach so einschläft. Oder dass er eben grundsätzlich den Busen nicht so viel und oft braucht wie Felix damals - für Mario ist er Nahrungsquelle und wirklich nur, wenn er sehr sehr müde ist Beruhigung. Er nimmt aber auch seinen Daumen und lutscht zum Einschlafen dran ...
Und: Felix hat sicher nicht vor dem 1. Lebensjahr durchgeschlafen, aber wenn Mario so weiter macht, kommt das bei ihm bald :) Er kommt derzeit nachts 1-, bis 2mal, manchmal erst um 4 oder 5 Uhr!
Und nachdem Felix gottseidank auch wieder durchschläft, bin ich wenigstens nicht durch die Kinder müde - sondern alleine durch den Stress mit dem Kindergarten - sowohl körperlich (zwei Kinder schnell, schnell morgens fertig machen und dann schnell zum Kindergarten) als auch emotional ...
Das ärgert mich so!!!1) Kindergarten: Unsere Eingewöhnung lief ja super und es gefällt Felix und mir sehr gut dort. Nur: es ist ein Kindergarten mit Ganztagesplätzen - das wurde mir bei der Anmeldung auch so gesagt und ich sagte, Pein problem, ich zahle voll, nur solange ich zuhause mit Mario bin, möchte ich noch die Freiheit, Felix früher zu holen bzw. nur bis nach dem Mittagessen zu lassen, weil ich ja nachmittags noch mit beiden Kindern etwas unternehmen möchte und Felix auch nicht den ganzen Tag "abschieben" möchte.
Noch dazu glaube ich nicht an das Schlafen im Kindergarten - Felix schläft ja schon lange nichts mehr untertags (ausser wir sind nachmittags mit dem Auto unterwegs, da kippt er weg) und auch wenn es ihm manchmal gut täte, vor allem wenn er schon um sechs Uhr früh aufsteht, ist es mir Recht so, weil er dann abends brav um 8 im Bett liegt. Wenn er im Kiga schläft, habe ich schon "Angst", dass er mir dann abends nicht schlafen geht - noch dazu schläft er ja nur mit mir ein und auch beim Aufwachen braucht er mich (noch zum Kuscheln). Das kann also im Kiga zum Problem werden ...
Aber das sollte ja kein Problem sein, weil mir ja zugesagt wurde, ich könne vor allem in den ersten drei Monaten Felix halbtags dort lassen und dann erst schauen wir weiter.
Nun wurde mir aber doch nahe gelegt, dass ich Felix nach den drei Monaten ganztags gehen lassen solle/müsse - ich war so perplex, dass ich nicht geschalten habe und nicht nachgefragt habe, das muss ich aber auf alle Fälle noch, denn ich verstehe es nicht!!!
Nehme ich jemandem den Ganztagesplatz weg, der ihn dringender braucht? Aber es muss doch egal sein, WER die Kosten zahlt oder? Ich zahle ja voll (weil es nicht viel mehr als als andere halbtags zahlen, Kiga in Wien ist nun mal teuer!)
Oder geht es um die Gruppendynamik, stört es wenn ich Felix früher hole und die anderen länger bleiben müssen? Sind die anderen Kinder traurig, unruhig, wenn sie sehen, dass Felix früher geholt wird? Oder wollen sie nachmittags Unternehmungen machen, bei denen Felix dabei sein muss?
Ich muss eben hinterfragen, wieso jetzt plötzlich ganztags, aber ich verstehe es nicht!!! Da haben wir jetzt endlich einen Kiga, der uns gefällt, der super in der Nähe liegt, wo alles super klappt und dann haben wir solche Probleme :(
Ich habe ja an sich keinen Ausweg, weil es keinen anderen Kiga-Platz gibt und ich Felix nicht aus der Gruppe raus in eine andere geben möchte, in der es ihm vielleicht dann nicht gefällt. Aber es tut mir im Herzen weh, wenn ich denke, ich soll Felix bis 14 Uhr oder gar länger dort "abgeben" ... Ich bin ja zuhause, ich möchte ihn auch noch haben. Und eben das Schlafproblem ...
Ich verstehe ja, dass es die Institution Kiga geben muss, vor allem wenn man wieder arbeiten gehen muss/will - aber warum wird es nicht verstanden, dass man auch Mama sein will???
Ich weiß, dass Felix den Kiga braucht für das soziale Leben, als Vorbereitung für die Schule - aber warum wird nicht gesehen, dass er auch seine Mama noch braucht? Es nervt wirklich, dass einem da alles so erschwert wird ... Und immer wird betont, dass ja alle Mamas am liebsten gleich nach drei Monaten nach der Geburt wieder arbeiten gehen wollen und es nur zuwenig Kinderbetreuungsplätze gibt!?!
2) Das "neue" Kinderbetreuungsgeld: man kann sich ja jetzt aus drei Modellen sein gewünschtes/best passendes aussuchen. Für UNS passt keines gut bzw. ich finde es eine Frechheit, dass durch dieses neue Modell die Mütter anscheinend gewzungen werden sollen, woeder früher arbeiten zu gehen und die Männer, dass sie in Karenz gehen, obwohl bekannt ist, dass das die wenigstens (finanziell) können und auch nicht wollen!
15 + 3 kam nie in Frage - also dass ich "nur" 15 Monate daheim bleibe, Jürgen dann noch 3 ...
30 + 6 geht vielleicht beim ersten Kind (abgesehen von 6 Karenzmonaten des Mannes), aber bei Mario kann ich nicht auch noch 2 1/2 Jahre zuhause bleiben, da muss ich nach 2 Jahren wieder arbeiten gehen ...
Also bleibt für uns nur 20 + 4 - heißt ich bekomme 20 Monate lang für Mario Kinderbetreuungsgeld und dann nichts mehr, denn Jürgen kann nicht 4 Monate in Karenz gehen ... Also schenken wir dem lieben Staat 4 Monate Geld, denn früher arbeiten gehe ich sicher deswegen auch nicht!!!
Ich verstehs einfach nicht! Da wundern sie sich, warum die Jugendlichen sich haufenweise ins Koma saufen, prügeln, keine Perspektiven haben, aber Mamas, die möglichst lange ihrem Kind das Beste mit auf den Weg mitgeben wollen werden blöd angeschaut und NULL unterstützt.
Im Gegenteil: Wien startet jetzt wieder eine Initiative, dass Frauen der Wiedereinstieg erleichtert wird - an sich ja gut, nur heißt da die Empfehlung, dass Frauen höchstens 15 Monate zuhause bleiben sollen, denn dann wäre der Wiedereinstieg noch leicht.
Okay, ich habe den Vorteil, dass ich bei meinem Chef einen Stein im Brett habe und der Wiedereinstieg (auch durch Mitarbeit nebenbei) leichter ist - aber trotzdem würde ich nie vor dem 2. Geburtstag arbeiten gehen wollen! Bei Felix wäre das sogar noch zu früh gewesen, mal sehen ob es für Mario leichter wird, weil er einen größeren Bruder hat ... Es ist ja eigentlich ihm gegenüber schon so unfair, dass er nicht soviel Zeit mit mir hat wie Felix, denn ich gehen eben mit Jänner 2010 wieder arbeiten (also einen Monat mehr als 2 Jahre Karenz) und er muss im September 2009 mit der Kiga-Eingewöhnung beginnen ...
Redet denn keiner mit den Müttern auf der Straße? Woher nehmen die immer die Meinung, dass alle/die meisten Frauen nach der Geburt so schnell wie möglich wieder arbeiten gehen möchten? Also ICH kenne keine, imGegenteil: wir Mütter verstehen die Diskrepanz zwischen 2 oder 2 1/2 Jahren Karenz höchstens und Kiga-Beginn mit 3 nicht!! Und wir sind nicht faul oder bequem oder können nicht loslassen - wir wollen nur das beste für unsere Kinder und damit auch letztlich für die Gesellschaft, denn starke, selbstbewusste, geliebte Kinder sind die sozial starken Männer und Frauen von morgen!!
Ein trauriger TagWir haben unseren lieben Kater Blacky verloren. Am 18. Februar um 8.43 Uhr ging er von uns ... Dabei begann es beunruhigend, aber nicht hoffnungslos:
Sonntag, 15. Februar: Unser Kater Blacky frass drei Tag in Folge nichts, hatte extremen Haarausfall, er schlief fast nur, nicht unbedingt versteckt, sondern einfach auf seinen Plätzen. Und dann kam plötzlich eine eindeutige Gelbfärbung der Haut und der Augen hinzu. Trotz Sonntag rief ich die Tierärztin in Mannswörth an, wir durften sofort kommen.
Die Tierärztin war sehr nett und hat ehrlich auf alle Fragen geantwortet, Blacky bekam eine Infusion und Blutabnahme (extrem schwierig, es kam fast kein Blut raus, ich hab sowas noch nie gesehen, das Blut gerann in der Spritze! Sie bekam gerade ein paar Tropfen raus und hoffte, dass es genug für einen Befund sei) und sie äusserte drei mögliche Diagnosen, genaueres erst durch den Blutbefund:
1) Leberversagen - dazu käme das ganze für sie aber zu plötzlich und unser Kater sei noch nicht so alt (er war ja erst 6 Jahre alt)
2) ein möglicher Lebertumor, nur im US zu sehen (sie spürte jedoch nichts und er war ja immer sehr dünn, also man "sah" nicht unbedingt eine Wucherung)
3) FIP, also dieses Katzen"Aids" - dazu hatte ich einiges im Internet gelesen, das mir nicht unbedingt passend schien: Blacky hatte KEIN Fieber, er hatte sogar Untertemperatur, er erbrach nicht, kein Durchfall. Auch für die Ärztin war es mysteriös, aber bedenklich, die Leber schien total zu versagen.
Montag, 16. Februar 2009: Am nächsten Tag hing Blacky den ganzen Tag bei der Ärztin an der Infusion, ich brachte ihn morgens hin, Jürgen holte ihn abends ab, wir warteten auf den Befund. Der brachte jedoch kein eindeutiges Ergebnis - kein eindeutiges FIP, sie wolllten das aber auch noch nicht ganz ausschließen, Blacky hatte aber nur mehr 15 % der roten Blutkörperchen.
Die Tierärztin meinte, es könnten (wieder) drei Sachen sein:
1) FIP - dazu sollte am nächster Tag noch ein zweiter Befund kommen
2) Blacky hat was giftiges gefressen, das war aber auch kaum möglich, weil Blacky nicht draußen war (er wollte ja nicht in die Kälte raus) und dazu hätte die Infusion besser ansprechen müssen
3) Blutparasiten oder eine innere Verletzung, durch die er soviel Blut verliert ...
Abends schleckte er ein bisschen Flüssignahrung von Teller und Finger, aber viel wars nicht und wieder nur rumliegen und dösen/schlafen. Ich hatte halt die Hoffnung, dass durch die Infusion zumindest eine eindeutige Besserung eintritt, aber leider nein. Die Gelbfärbung war auch noch immer sehr stark.
Jürgen wollte nicht glauben, dass es ernst ist, er meinte, vielleicht hat er sich wirklich wo wehgetan (Raufen mit Charly oder was raufgefallen?) und mit den Infusionen würde er aufgepäppelt und das wird schon wieder ...
Natürlich WILL man nicht aufgeben, aber ich sags ehrlich: es ist halt auch eine finanzielle Entscheidung (täglich 60 Euro ohne große Besserung geht halt auch auf die Dauer nicht) und Blacky hätte dann doch auch kein tolles Leben, wenn er nur rumliegt, wir ihn mit Spritze ernähren müssen und dauernd die Angst, dass er dann irgendwo tot liegt ... Und auf der anderen Seite will man doch nicht einfach sagen, aus, lassen wir es ...
Dienstag, 17. Februar 2009: Am nächsten Tag wieder von Morgen bis Abend Infusion. Blacky kam dann von der Infusion zurück - so kannte ich ihn gar nicht. Dick, richtig pampstig. Er war sehr müde, Jürgen meinte, sie hätten ihn unter einer Wärmelampe gehabt, da hat er sicher nicht viel geschlafen zusammen mit dem Stress und der ungewohnten Umgebung, er lag abends neben mir auf der Bank, eingerollt unter seiner Decke und schlief.
Der FIP-Befund kam leider noch nicht, aber die Ärztin selbst meinte schon, sie glaubt es nicht (mehr). Eher eine Vergiftung. Aber dennoch ist seltsam, dass Blacky keinen Durchfall hatte und auch nicht gespieben hat ...
Mittwoch, 19, Februar: Es war gestern nach der Infusion schon nicht besser, Blacky ist aufs Kistl gewankt nicht gegangen. Er hat nur geschlafen oder gedöst, nichts gegessen, nachts dürfte er sich auf das Trampolin der Kinder gelegt haben, da hat ihn Jürgen morgens gefunden, dösend, hat ihn zugedeckt, ich sollte ihn ja zur Ärztin bringen zur nächsten Infusion.
Um halb acht, Jürgen ging schon ausser Haus (hatte Bundesheer-Seminar), ich oben die Kinder anziehen - plötzlich weinte Blacky herzzerreissend. Ich glaube, dass er mich gerufen hat, weil es zu Ende ging. Er hat geweint, ich ihn gestreichelt, er hat dann gespieben - er lag seitlich, gelben Speichel im Mund, und er hat kaum geatmet, er hat sich nicht mal mehr gerührt, als ich ihn in den Arm nahm und streichelte und streichelte ... Weinend rief ich die Tierärztin an, sie meinte nur, es ginge dem Ende zu, sie könne ihm auch nicht mehr helfen, ich solle bei ihm bleiben und so schnell wie möglich zu ihnen kommen. Jürgen konnte natürlich nicht vom Bundesheer umdrehen, aber er war natürlich auch fertig.
Ich hab Blacky dann in die Box gelegt, er hatte die Augen offen, aber er war nicht mehr ganz da. Ich hab den Großen in den Kiga gebracht, dann zur Tierärztin. Blacky war in der Katzenbox neben mir am Beifahrersitz, ohne Gitter (ich wollte ihn auf seinem letzten Weg nicht mehr einsperren), er war friedlich, die Augen offen, er reagierte nur mit den Augen auf meine Berührungen, er war friedlich, wissend, Abschied nehmend.
Die Tierärztin nahm ihn aus der Box, er war wie Gummi, sie meinte nur, sie müsse ihn erlösen. Um 8:43 Uhr ist unser süßer, lieber Blacky von uns gegangen, bereits bei der Narkose, die Ärztin musste nichts mehr weiter spritzen, er war schon zu schwach.
Es dürften Blackys Organe ganz versagt haben, er litt unter Atemnot und Herzrasen. Die Tierärztin hat nur gemeint, eine Vergiftung durch Zimmerpflanzen glaubt sie nicht, da müsste er schon eine ganze Pflanze gefressen haben und das machen Katzen instinktiv nicht. Er müsste eine chemische Substanz oder eine Medikament erwischt haben, dass eine Vergiftung so drastisch verläuft ... Sie hat Blacky mit meiner Erlaubnis dann aufgeschnitten (ich kann das ruhig sagen, für mich ist er ja schon woanders und die bloße Hülle kann sie ja untersuchen), es kam ihr der gesamte Bauchraum entgegen, nur gelber Schleim, also doch FIP. Der zweite Blutwert war dann auch da, die Untersuchung wegen FIP - der Wert, der normalerweise 150 höchstens ausmacht, war bei Blacky über 1000.
Mittlerweilse denke ich mir, wahrscheinlich hatte Blacky sein Leben den Virus in sich (bereits vom Tierheim). Vielleicht war er sein Leben lang nicht richtig gesund, er war ja immer sehr, sehr dünn. Er hat wahrscheinlich sein Leben lang den Virus ernährt und konnte nie richtig zulegen, aber es ging ihm gut, er hatte sechs wunderbare Jahre bei uns, hat sechs Jahre lang gegen den Virus gekämpft. Und es ist auch gut so, dass es so schnell gegangen ist, er musste nicht lange leiden, keine Wochen Ungewissheit und mal gute und mal schlechte Tage.
Donnerstag, 19. Februar: Irgendwie bin ich apathisch, kann nicht glauben, dass mein Blacky weg ist. Einerseits denke ich mir, es war gut so, dass er nicht länger leiden musste und dass ich da war, als es zu Ende ging (schlimm wär ja gewesen, wenn er bei der Infusion bei der Ärztin alleine gehen hätte müssen). Andererseits so sehr man sich denkt, es ist "gut" so, es hat halt so sein müssen - es tut trotzdem so so weh ...
Charly dürfte seinen Freund auch suchen oder nicht verstehen, dass Blacky plötzlich nicht mehr da ist, er ruft und schreit mehrmals untertags nach ihm ...
Freitag, 20. Februar: Er fehlt mir ... Auch wenn ich weiß, dass es ihm jetzt besser geht. Das schwerste heute war die Katzenbox wegräumen, seinen Futternapf, die Decken, auf denen er zuletzt lag waschen ... Und Autofahren wird auch eine Zeitlang grausam - er am Beifahrersitz in der Katzenbox ohne Gitter - ich denke, er hat nicht mehr viel mitbekommen, aber er wusste sich nicht allein. Und ich ertappe mich immer wieder dabei, dass ich ihn auf seinen Plätzen suche. Und es kommen die Vorwürfe: hätte ich mich mehr um ihn gekümmert (seit den Kindern mussten die Katzen ja leider sehr in den Hintergrund), hätte ich ihn mehr gestreichelt, weniger geschimpft wenn er wieder Charly rumjagte und meine Teppiche verrutschen ließ.
Blacky, wir werden immer an Dich denken und Dich immer liebhaben!